Elbtalaue: Stiepelse und Neu Garge im Märzwinter 2013

Der 23. März 2013 schrieb in ganz Norddeutschland Klimageschichte und war einer der Höhepunkte im winterlichen März 2013. Noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war es an einem Tag nach dem astronomischen Frühlingsanfang so kalt gewesen. Trotz blauen Himmels und strahlenden Sonnenscheins lagen die Tageshöchsttemperaturen(!) in weiten Teilen Norddeutschlands nur bei -3°C, so auch in Stiepelse und Neu Garge, zwei Elbdörfern in der rechtselbischen Gemeinde Amt Neuhaus, die seit 1993 zu Niedersachsen gehört. Der starke Ostwind führte unablässig gewaltige Kaltluftmassen aus der russischen Arktis nach Mitteleuropa heran und verhinderte jeglichen Anflug von Erwärmung. In der folgenden klaren Nacht sanken die Temperaturen in der Osthälfte Deutschlands verbreitet auf Werte um -15°C.

Die zwischen den Dörfern Stiepelse und Neu Garge entlang des Elbdeichs aufgenommene Fotostrecke versucht die besondere Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Dauerfrosttages in Bildern einzufangen.

Zu erkennen sind die infolge Schneeverwehungen, Windpressungen und Antauvorgängen ungleichmäßige Altschneeauflage, Eiszapfen an Dächern, Eisbildungsvorgänge in den durch leichtes Elbehochwasser überfluteten Flußauen – die allerdings in den Bereichen mit starker Strömung ausbleiben -, sowie der am frühen Nachmittag bereits aufgegangene zunehmende Dreiviertelmond (Mondfotos nachträglich kontrastverstärkt).

Advertisements